Dr. Monika Hein: Die Stimme macht Stimmung

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Dr. Monika Hein spricht mit Ihnen über die Stimme als Instrument des Friedens. Die Stimme macht Stimmung. Die Art und Weise, WIE wir Dinge sagen, kreiert entweder eine Atmosphäre der Angst, oder eine der Akzeptanz, Freundschaft und Liebe. Wie wäre es, wenn wir heute entscheiden, die Welt zu einem besser klingenden Ort zu machen?

RfM: Monika, warum findest du das Engagement RfM wichtig?

Wir sprechen in unserer Gesellschaft so viel über Erfolg, Umsatz und Motivation.  Was auf der Strecke bleibt, sind die menschlichen Werte: Die kleine Geste, die innere Haltung gegenüber Menschen, denen es definitiv schlechter geht als uns. Viele Menschen agieren derzeit aus Angst, zu kurz zu kommen und verlieren Werte wie Mitgefühl, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft aus dem Blick. Ich versuche selbst täglich etwas Kleines zu tun, das eine positive Wirkung auf die Welt hat. Und wenn das nur bedeutet, jemanden anzulächeln oder ein Lächeln zu schenken. Das brauchen wir alle in diesen unruhigen Zeiten. Ich finde es wichtig, die Menschen genau daran zu erinnern. Wir brauchen einander!

RfM: Monika, was ist deine Botschaft in diesem Zusammenhang?

In diesem Zusammenhang möchte ich Menschen dazu animieren, wachsam mit ihrer Stimme umzugehen – denn das ist mein Heimatgebiet. Wie sprechen wir eigentlich miteinander? Mir ist es nicht wichtig, dass es „schön“ oder „perfekt“ klingt, wenn Menschen den Mund aufmachen. Mir ist wichtig, dass wir wieder lernen, achtsam mit unseren Tönen umzugehen. Das bedeutet oft, einmal innezuhalten und sich zu fragen: Welche Botschaft sende ich gerade? Ist das der stimmliche Fingerabdruck, den ich hinterlassen möchte? Wenn ich mir diese Frage öfter stelle, verändere ich den Klang der Welt.

RfM: Wenn du von der idealen Welt träumst, wie sieht die aus?

Ach herrje, eine schwierige Frage. Wenn ich den Blickwinkel öffne, erkenne ich immer mehr „Baustellen“, die uns von einer idealen Welt trennen. Es gäbe vieles, das ich gern verändert sähe: Menschlichkeit, gleiche Rechte für Frauen und Männer, Tierrechte, ökologisches Bewusstsein, um nur ein paar dieser großen Aspekte zu nennen. Es macht mich oft traurig, zu sehen, was der Mensch so anstellt. Umso wichtiger, zu sehen, dass es viele wunderbare Menschen gibt, die sich engagieren und die mithelfen, dass wir dieser Vision näher kommen. Und einen Teil dieser Menschen treffe ich am 20. Mai in Berlin – ich freue mich darauf!

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„Es reicht! Wir müssen reden!“

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