Ulrike Scheuermann: Fremd – Sich selbst besser verstehen lernen

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Wenn wir besser verstehen, warum wir manch andere Menschen ablehnen, können wir eigene, verdrängte Seiten entdecken, annehmen und als Persönlichkeit reifen. Dann können wir auch anderen besonnener entgegentreten und mehr Verständnis entwickeln: verstehen statt urteilen und bekämpfen.

Die Sachbuchautoren und Rednerin ermutigt dazu, auch die ungeliebten und noch fremden Seiten seiner selbst zu ergründen und sich so selbst besser zu verstehen. Wie das geht, zeigt die Diplom-Psychologin anschaulich mit Objekten „zum Anfassen“ auf der Bühne. Erst durch dieses Verstehen können wir auch mehr Verständnis für andere entwickeln und müssen sie nicht mehr unproduktiv bekämpfen. So entstehen Verbundenheit, Empathie und echter Kontakt für ein menschlicheres Miteinander.

RfM: Ulrike, Warum findest du das Engagement RfM wichtig?

Es gibt zu viel Schlagabtausch in Debatten und Diskussionen. Wer auf seinem Standpunkt beharren will, bekämpft den entgegengesetzten, es entwickelt sich nichts weiter und es bleibt beim Entweder-Oder. Ich sehe vielerorts solchen Stillstand. Ich will an Möglichkeiten mitwirken, bei denen echter Dialog ohne Kampf stattfindet, zuhören, verstehen, mitfühlen, erkennen. Wir tun genau das mit „Reden für Menschlichkeit“. Mit starken Impulsen machen wir Lust auf mehr Menschlichkeit.

RfM: Ulrike, was ist deine Botschaft in diesem Zusammenhang?

Wenn wir verbunden im echten Kontakt mit anderen Menschen sind, können wir uns gemeinsam weiterentwickeln. Dafür brauchen wir Respekt und Verständnis für die Beweggründe anderer Menschen. Das erreichen wir durch Reden, Austausch, echten Kontakt und wirkliches Zuhören. Das erreichen wir aber auch durch Selbst-Verstehen: Warum bin ich genervt, aufgebracht und gegen andere eingestellt? Erst, wenn wir uns selbst besser verstehen, können wir andere besser verstehen und müssen sie nicht mehr ablehnen. Wir werden mitfühlender und handeln menschlicher: Verstehen statt urteilen, Engagement statt Kampf, Kraft statt Kräfteverschleiß, FÜR statt GEGEN.

Wenn du von der idealen Welt träumst, wie sieht die aus?

Das Grundgefühl der Menschen zueinander ist in dieser Welt ein Gefühl von Verbundenheit. Sie trägt uns und ermöglicht ein gemeinsames Weiterentwickeln.

In dieser idealen Welt lassen die Menschen ihre Gefühle ausreifen und ergründen sie. So müssen sie Hass, Wut, Angst und Zerstörungslust nicht mehr destruktiv ausleben.

Freude und schöpferisches Tun treten in den Vordergrund und ermöglichen, dass Menschen ihre Bestimmung, ihr Potenzial, ihre Aufgabe in dieser Welt leben können. Das ist zutiefst befriedigend und sinnvoll und bringt uns alle gemeinsam voran. Wir denken andere Menschen und das Ganze mit, es geht nicht mehr nur um den persönlichen Vorteil.

 

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